Dankeschön!

Hallo, meine Lieben!

Wie ihr wisst, haben wir seit doch schon einiger Zeit eine „Teilzeitkatze“, die sich beim Tierspitalsbesuch als Kater herausgestellt hat. Seit einigen Wochen wissen wir, wem sie eigentlich gehört und dass sie, pardon er, „Aiko“ heißt. Entweder für japanisch „Kind der Liebe“ – oder – was wir eher glauben – „Iko“ vom Lied „Iko Iko“, das von den Dixie Cups 1965 zum Hit gemacht wurde.

Da der Besitzer mir erzählt hat, dass der Kater aus einer Messie-Wohnung gerettet wurde, tippe ich auf „Iko“. Er dürfte ungefähr 6 Jahre alt sein und ist kastriert. Wie dem auch sei, Iko kommt täglich mehrmals auf Besuch und bleibt unterschiedlich lange – manchmal sogar fast einen Tag lang, dann wieder gar nicht – was uns natürlich nervös macht. Es kann ja immer etwas passieren.

Apropos passieren:

Iko hat seit einigen Tagen eine Blessur am rechten Ohr, die sich leider entzündet hat. Rot und geschwollen – das haben wir uns also genau angesehen. Er war sehr tapfer und hat zwar gezuckt und gemaunzt, hat es sich aber mehr oder weniger gefallen lassen. Ich habe entschieden, es vorerst mit Bepanthen Salbe zu versuchen. Am nächsten Tag kam er – bekam Futter – und einen neuerlichen Check. Bei der leisesten Berührung floß sofort Eiter. Ok, also alles ausdrücken und dann eine antibiotische Salbe drauf. Iko hat verstanden, dass wir ihm Linderung verschaffen und sich alles mehr oder weniger gefallen lassen.

‚Und siehe….
Am Samstag kam er am Abend und brachte etwas mit… ich musste sofort an ein Bild von Uli aus dem Büchlein „Schnurr“ denken:

Als ich hinstiefelte um zu sehen, was da im Halbdunkeln vor ihm lag, kam Bewegung in… nein, nur Iko. Das kleine Fleckchen allerdings rührte sich nicht. Also dachte ich zuerst, es sei ein Blatt – wäre nicht das erste, das durch die offene Tür reingeflattert wäre. Aber zu meinem großen Erstaunen war es ein Mauserl – nicht besonders groß, dafür total… tot.

Während ich noch meine Überraschung verdaute, schickte Iko sich an, dasselbe mit der Maus zu tun. NEIIIIIIN! Zuerst musste ich das doch noch schnell fotofizieren!!!! Also Iko ein wenig wegstupsen, Handy holen und „knips“. Kaum, dass ich dieses eine Foto gemacht hatte, biss Iko in die Maus und hatte sie in 2 Happsen verschlungen. Er hatte aber tatsächlich gewartet, bis einer von uns seinen Fang „entgegengenommen“ hatte. Er hätte die Maus auch draußen verputzen können – aber er wollte scheinbar „danke sagen“ – vielleicht dafür, dass wir ihn von den Ohrenschmerzen befreit haben.

Obwohl ich Mäuse sehr mag – auch wenn sie Schädlinge sind und ziemlich stinken – bin ich doch stolz auf „unseren“ tollen Kater, der trotz guter Fütterung (von einigen Seiten) ein guter Mäusejäger zu sein scheint und überdies das Bedürfnis hatte, uns seine Beute auch mitzubringen. Das hat er vorher nie getan und wird es wahrscheinlich auch nicht mehr tun (obwohl wir ihn reichlich dafür gelobt haben!). Ich weiß, das Mäusefangen ist für Katzen nichts Besonderes – aber dieses Erlebnis werde ich trotzdem sicher nie vergessen.

Eure geplättete Selune

Nachtrag:

Bin gerade im Garten gewesen – da liegt schon wieder eine tote Maus! Gestern nacht, als ich Iko rausgelassen habe, hat er sich im Dunkeln genau dorthin gesetzt und gewartet. Allerdings dachte ich, er überlegt, ob er mit einer von den vielen Schnecken, die derzeit bei uns herumkriechen, spielen soll. Die sind größer als so eine Minimaus. Ob er das mit den Mäusen jetzt zur Gewohnheit macht? *schauder*

3 Kommentare on “Dankeschön!

  1. Inzwischen kommt Nachbars Kater oft zu uns. Nein, er ist scheu und hält Abstand. Er sucht bei uns nur ein ruhiges Plätzchen, wenn bei seiner Familie wieder zu viel Trubel und Tumult ist. Auch als er eigentlich zum Tierarzt mußte, hat er sich bei uns versteckt. Ich habe ihn dann eine halbe Stunde, nachdem der Tierarzt geschlossen hatte, bei uns entdeckt… 😊

  2. „Unser“ Kater hat uns heute auch eine Maus gebracht, also auf den Weg im Garten gelegt. Nein, er hat sie nicht gefressen, ich habe sie beerdigt… 😉 Vielleicht war die Maus ja nicht von ihm, das er sie verschmäht hat.

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