AGS – ein weiteres Anekdötchen

Umwelt an Gehirn: weiterschlafen!

Diese Begebenheit trug sich am Beginn des Jahres 2016 zu…

Mein Ehegespons hat gerade Urlaub. Das entspannt die Lage nicht gerade. Aber es hat auch Vorteile: immerhin geht er für uns einkaufen, wenn ich ihn darum bitte. Nachdem gestern der 1. Jänner – also ein Feiertag – war, fehlen uns ein paar Kleinigkeiten. Nicht viel, aber eine Milch fürs Frühstück und ein paar Gebäckstücke müssen sein. Also hat er sich angezogen, denn so sexy er in seinem Nachthemd wohl aussieht, so kalt wird ihm bei -4°C draußen sein. Ich fange inzwischen aus allen Mistkübeln und Papierkörben, die wir hier in der Wohnung an strategisch wichtigen Punkten positioniert haben, den Mist ein und stopfe damit einen 110l Mülltsack an, auf dass ihn mein Gemahl mit hinuntertrage und entsorge.

Gerade habe ich den Kampf mit dem größten Mistkorb des Wohnzimmers verloren – will sagen, ich habe nicht gut aufgepasst und die Hälfte des enthaltenen Plastikfolienmists hat sich neben den Müllsack ergossen. Also schimpfe ich wie ein Rohrspatz und klaube alles mühsam auf. Männe sieht mir zu und feixt.  Er sieht, dass ich besagten Mistkübel – eigentlich ein Schirmständer aus Metall – noch in der Hand habe. Zumindest denke ich das, weil seine Augen auf mich gerichtet sind. Und dann nimmt er ein Papiertaschentuch zur Hand und schnäuzt sich, wie er es immer macht, bevor er sich ins Vorzimmer begibt, um Jacke und Schuhe anzuziehen und die Wohnung zu verlassen.

Schaut mich weiter an und schmeißt das angerotzte Taschentuch…. dorthin, wo dieser Mistkübel gerade NICHT steht.  Ich schaue ihm fassungslos – mit dem Riesenmetallkübel in der Hand – zu.

Er stiefelt in Richtung Vorzimmer und ich frage: „Wieso haust du das Taschentuch auf den Boden?!?“

Er stutzt, blickt jetzt endlich auch dorthin, wohin er den kontaminierten Gesichtsvorsprungsreinigungsfetzen geworfen hat, überlegt ein paar Mikrosekunden und meint: Da siehst du es, ich habe das automatisiert!“ Und strahlt mich an…

10 thoughts on “AGS – ein weiteres Anekdötchen

  1. Frei nach dem Spruch „sei schlau, stell dich dumm „,da muss er nicht so viel machen,weil du irgendwann entnervt den Kram alleine machst. Da gibt es schon ein paar fröhliche😉😆Möglichkeiten,um einen positiven Sinneswandel zu bewirken. Wenn man jahrzehntelang gemeinsam durchs Leben geht,kann man über den einen oder anderen Punkt doch hinwegsehen, allerdings sollte die gegenseitige Achtung nicht verloren gehen….wenn was danebenfällt😏,hebt man es selbstverständlich ☝️wieder auf😏. Also das heißt…..üben,üben,üben 😂😂😺.

  2. „kontaminierten Gesichtsvorsprungsreinigungsfetzen“ Für diese Wortschöpfung kriegst du von mir einen Orden. 🏅 Deine Geschichte ist wunderbar, habe ich gelacht. Ich hoffe auf mehr, auf vieeeel mehr. 🙏

    1. Also wenn ich DAS gewußt hätte…
      Was, wirst du jetzt fragen. Nun ja, Damals dachte ich nicht, dass ich mit solchen Geschichten jemanden unterhalten könnte. Aber es geht mir da genauso wie dir/euch: Ich erlebe die Welt jetzt aufmerksamer als früher. Außerdem gehe ich jetzt nur mehr selten ohne mein Pipsiknipsi außer Haus – könnte ja immer mal was Knipsens- oder Schreibenswertes dabei rumkommen! ✏️ 📷

      1. Habe mich köstlich amüsiert und bin überzeugt, das es solche oder ähnliche Geschichten in jeder Partnerschaft gibt.
        Zu „gehe ich jetzt nur mehr selten ohne mein Pipsiknipsi außer Haus“: Auch ich habe meine Kamera mit auf Arbeit im Rucksack. Man weiß ja nie, aber leider fehlt die Zeit. Vorgestern hätte ich die Gelegenheit für lustige Fotos gehabt, bin aber nicht an meinen Rucksack gekommen. Naja, vielleicht hätte ich bei dem Versuch jetzt einige Kratzer im Gesicht… Schuld war eine Katze, die sich in mein Auto begeben hat. Erst wollte sie nur ein paar Streicheleinheiten, hat dann aber gemerkt, wie bequem es auf dem Sitz ist. Da war es trocken und warm und ich sollte sie doch streicheln. Wenn ich versucht habe, sie aus dem Auto zu bekommen (ich mußte ja weiter arbeiten), wurde sie regelrecht gewalttätig. So habe ich schnell ein paar Handyfotos gemacht, aber leider erkennt man nicht viel in dem Halbdunkel. Nach einer gefühlten Ewigkeit (es waren vielleicht 5 Minuten) hat sie endlich mein Auto verlassen und ich konnte weiter fahren.

        1. Ein Tier spürt genau, wer es gut meint,dass ist ein „tierisches „Danke an dich. Nun passt mal gut bei deinen täglichen Runden auf ,dass sie nicht immer wieder ins Auto springt und vielleicht noch einen Snack möchte….und ihn dann „nachdrücklich😂😉“einfordert.Tolle Begebenheit 👍❤😺

          1. Mit Leckerlis war sie nicht zu ködern. Und es war nicht der erste Besuch in meinem Auto. Sie war auch schon auf der Ladefläche und hat alles inspiziert.

      2. Ich freue mich schon immer, wenn ich eine Geschichte von dir in „Geplant“ entdecke. Bin dann endtäuscht wenn sie verschoben wird. Freue mich schon auf die Augartenhörnchen!

  3. jöö Betti, das ist aber auch eine herzige Geschichte😻. Sie mag dich. Vielleicht siehst du sie ja mal wieder? Zum Glück hat sich der blinde Passagier nicht hinter einem Paket versteckt – oder hättest du nach der Tour gewusst, wohin diese Katze gehört?

    1. Die Katze kenne ich mitlerweile ganz gut. Ich weiß, das sie nicht hochgenommen werden möchte. Hinter Paketen verstecken ist dort nicht mehr oft möglich, da es fast das Ende der Tour ist.

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