28.11.2020 Ein Vierteljahr ohne Uli.

Es gibt einen starken Song, der zu dem Verlust von Menschen passt, die (meist) zu früh von uns gegangen sind. Er ist nicht so bedrückend und tieftraurig wie „Nur zu Besuch“ von den Toten Hosen. Der Titel ist von den Broilers und heißt: „Ihr da oben“. Auch wenn ihr keinen Punk mögt, hört/seht ihn euch an. Es ist ein Liveauftritt bei Inas Nacht. Broilers – „Ihr da oben“ – live bei Inas Nacht, 17.6. 2017 – Bing video Für die, die dies auf keinen Fall wollen, hier der Text:

Habt ihr da oben irgendwas vor

Warum geht ihr alle?

Lasst uns hier unten allein

Hattet keine Zeit mehr bei uns zu sein

Du packst deinen Koffer

Du gehst auf die Reise

Du nimmst deinen Hut

Du gehst still und leise, möchtest niemanden wecken

Lässt alle in Ruh‘

Du hast uns was dagelassen

Den größten Teil von dir

All‘ deine Worte, all‘ deine Noten

Das alles blieb hier

[Pre-Chorus]

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll

Welchen Namen zuerst

Den, der mir am meisten fehlt

Oder den, der weniger schmerzt

[Chorus]

Habt ihr da oben irgendwas vor?

Habt ihr da oben irgendwas vor?

Ihr sollt wissen, hier unten war es besser mit euch

Ihr sollt wissen, hier unten war es besser mit euch

[Verse 2]

Ich möchte wie ein Kind dran glauben

An Parties auf Wolken

Die, die uns hier unten fehl’n

Soll’n oben alles tun, was sie woll’n

Ich leg‘ deine Gitarre in den Koffer

Ich bewahr‘ deine Staffelei

Ich bin dir so dankbar

Du bist zwar nicht hier, aber immer dabei

[Pre-Chorus]

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll

Welchen Namen zuerst

Den, der mir am meisten fehlt

Oder den, der weniger schmerzt

[Chorus]

Habt ihr da oben irgendwas vor?

Habt ihr da oben irgendwas vor?

Ihr sollt wissen, hier unten war es besser mit euch

Ihr sollt wissen, hier unten war es besser mit euch

[Verse 3]

Wenn es hier unten ganz eng wird

Blick‘ ich wütend nach oben

Hast uns alleingelassen mit der Scheiße

Du bist einfach gestorben

Dann seh‘ ich deine Bilder an

Dann hör‘ ich deine Lieder

Dann les‘ ich deine Zeilen

Dann mach‘ ich weiter, denn wir seh’n uns ja wieder

[Chorus]

Habt ihr da oben irgendwas vor?

Habt ihr da oben irgendwas vor?

Habt ihr da oben irgendwas vor?

Habt ihr da oben irgendwas vor?

Ihr sollt wissen, hier unten war es besser mit euch

Ihr sollt wissen, hier unten war es besser mit euch

Euer Gerd

12 Kommentare on “28.11.2020 Ein Vierteljahr ohne Uli.

    1. Birgit: das wüsste ich auch gerne. Obwohl ich ja nicht grad um die Ecke wohne, aber vielleicht mal auf der Durchreise ein paar Blumen hinlegen können… das wär‘ schon schön.
      In seinem Tagebuch („Mein Tagebuch“), hat er unter dem 30.Januar etwas zu diesem Thema geschrieben. 💖

  1. UliStein hat die Blumen richtig charakterisiert, still,bescheiden und zurückgezogen haben sie ihr Dasein gefristet. Er hatte es so formuliert:sie machen nicht viel Gedöns um ihre Anwesenheit in der Natur,unauffällig und doch sehr schön. Bin sehr angenehm berührt, dass wir alle das Gedenken an UliStein und sein Lebenswerk hier immer wieder artikulieren können. Denke täglich an UliStein, schon weil in jedem Raum er bei mir präsent ist.

  2. Beim morgendlichen Blick auf den Hörnchenkalender denke ich auch immer an Uli Stein und dann tagsüber bei einer schönen Wolkenstimmung, beim Besuch von Tieren in unserem Garten, bei Pferden am Wegesrand, …
    Meine Hörnchen im Wald verlassen sich auf meine Futterstelle, manche habe ich seit September nicht gesehen und jetzt stehen sie da.
    Hoffentlich betreut jemand weiter die Imbissbude.
    Einen schönen Sonntag an alle.

  3. Habe heute mal auf unsere Wiese geschaut und festgestellt, das immer noch Gänseblümchen blühen. Toll, und das am 1. Advent.
    Auch ich denke oft an Uli. Er hat uns durch seine Fotos die Natur noch näher gebracht und unser Auge auch für Kleinigkeiten geschärft. Wenn ich etwas Besonderes sehe, überlege ich immer, welche Bildunterschrift dieses Foto wohl bekommen hätte, wenn er es gemacht hätte.

  4. @Sabine N, mir geht’s so ähnlich: heute beim Nebel im Wald dachte ich gleich „Guten Morgen großer Meister Uli Stein“. Und die Meisen freuen sich wieder über sein Rezept für die „Pampe“, die ihnen nun wieder über den Winter helfen wird.

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