Kohli’s Gedanken

Ich sitze hier auf meinem Lieblingsbaum und wundere mich, warum Gerd neuerdings immer mit so einem rotschwarzen Teil rumfuhrwerkt. Was er bloß im Schilde führt? Angst habe ich allerdings keine, er scheint mich ja zu mögen, sagt immer, „Na Süße.“ oder „Hallo Schnuckelchen“, wenn er mich sieht. Schön ist es hier auch, Imbissbuden und Wohnhäuser hat er gebaut, viele Hecken, Büsche und Bäume gibt es hier. Sein Weibchen und er geben allen hier das ganze Jahr Futter. Sie ruft uns sogar, wenn sie aufgefüllt hat. Aber nur, wenn der Nachbar nicht in Sicht ist. Ob es ihr unangenehm ist, wenn jemand bemerkt, das sie zu uns spricht? Wir freuen uns jedenfalls alle drüber. Sogar wenn ihnen die Bäume zu hoch werden, schneiden sie immer nur einige Äste raus, damit wir uns immer wohlfühlen. Vielleicht auch nur, damit wir da bleiben und sie gemütlich rumsitzen und uns zuschauen können, egal. Ach, das Nachdenken macht mich immer so hungrig. Ich esse mal lieber was.
Also ab zur Imbissbude.
Ne, ist das voll hier. Ich will meine Ruhe! Zum Glück ist es nicht das einzige Lokal hier.
Ah, schön! Allerdings etwas höher als sonst. Komisch, ich kann problemlos in die Küche sehen, seltsames, schwarzes, rundes Ding hinter der Scheibe. Das war noch nie da, stört mich aber auch nicht. Aber der Hunger…
Aua, mein Rücken! Hab es doch so an den Bandscheiben! Dennoch, leckere Sachen da! Muss ich Yvonne erzählen wenn ich sie sehe, die hat doch auch immer Hunger. Gegen Rückenschmerzen soll doch Bewegung helfen, mal sehn…
Na, geht doch!

Achtung! Die hier wieder gegebenen Gedanken spiegeln nicht zwangsläufig die Meinungen und Ansichten des angemeldeten Mitglieds, oder seiner Angehörigen wieder.

22 Kommentare on “Kohli’s Gedanken

  1. Also den letzten Satz glaub ich nun irgendwie GAR nicht! 😜
    Entzückend, die hübsche Kohlmeise!
    In was für einem Geäst sitzt sie denn da? Sieht fast so aus wie Äste aus meinem Osterbaum…
    Gut, dass Kohli und andere seiner Art so zutraulich werden – das gibt tolle Fotos!
    Schön, mit sowas in der Früh überrascht zu werden!

    1. Leider sind unsere Federtiere gar nicht zutraulich. Die kleinste Bewegung oder ein sich bewegender Schatten und weg sind sie. Bei uns sind viele Greifvögel unterwegs, wahrscheinlich deshalb die Vorsicht. Die Fotos mit der, (RICHTIG), Korkenzieherweide sind mit Tele entstanden, ich war ca. 10 m weit weg. Es kommen demnächst noch andere Singvögelbilder von mir.

      1. Bei meinen Eltern war vor Jahren mal eine handzahme Kohlmeise. 🐦 „Meisi“ holte sich die Walnussstücke immer von der ausgestreckten Hand und manchmal, wenn das Fenster offen war, auch vom Küchentisch. War aber dann auch ganz schnell wieder raus. Ein paar Sekunden zum Fotografieren wären vielleicht geblieben, aber von uns hatte nie jemand gerade einen Fotoknips zur Hand.

          1. Ich hatte auch mal so eine Meise 😂. Da hatte ich aber noch mehr Zeit, sie an mich zu gewöhnen… sie kam bis ins Wohnzimmer auf meine Hand und flog dann wieder raus. Und immer wenn ich die Balkontüre öffnete, hörte sie das Geräusch und kam sofort neugierig angeflogen und wenn ich mal etwas länger ausschlafen wollte, wurde auf dem Balkongeländer ‚reklamiert‘. Man muss nur viel Geduld haben und sie schrittweise gewöhnen. Ich fand es sooo schön, sie von so nahe zu sehen und wie sie sich um die Finger klammerte… *schmelz*🥰 Ahja, ‚meine‘ Meise war auch eine Kohlmeise.

  2. Und Vögel gehen auch immer! 😍Suuuper. Du hast also eine Imbissbude vor dem Küchenfenster aufgebaut und die Kamera dahinter auf einem Stativ? Da hoffe ich doch auf noch viele solcher schöner Nah-Aufnahmen und bin gespannt, wer da noch so alles bei euch vorbeischaut. Daaaanke! 👍
    Übrigens: ich rede auch immer mit allen Tieren und auch mit Bäumen und Blumen🙊 …und hoffe auch, dass unsere Nachbarn mich nicht hören. 😂

    1. Die Imbisssbude vor dem Küchenfenster gibt es schon lange. Habe sie nur etwas höher gesetzt, damit ich das Objektiv waagerecht ausrichten kann. Das Stativ ist in diesem Falle ein Körnerkissen auf der Fensterbank. Sonst komme ich mit dem Gummipümpel nicht bis an die Scheibe. Gardine zu, Fernbedienung griffbereit und warten und warten…
      Kohli war für ca. 1 Sekunde da, mehr als drei Bilder waren nicht drin. Wenn man grade nicht hinschaut oder den Finger nicht auf dem Knopf hat, ist Vöglein wieder weg. Sperlinge sind da einfacher abzulichten.

  3. Ich rede auch mit unseren geiederten Gästen und hoffe, der Nachbar hört es nicht. Aber nicht, weil es mir peinlich wäre. Nein!
    Unser Nachbar ist extrem neugierig und will mir immer ein Gespräch aufzwingen. Gegen einen kurzen Plausch übern Zaun hab ich ja nichts. Aber er taucht immer auf, wenn ich keine Zeit habe, entweder weil ich grad zur Arbeit will oder grad von der Arbeit komme. Und da will ich erstmal rein und meine Ruhe haben… Er ist eben ein Rentner, dem es langweilig ist.

    1. Du und dein Nachbar, das schreit nach AGB, frei nach Selunes AGS. Ich kann dir so nachfühlen, das klingt so nach meinem Nachbarn, allerdings ist mir der kurze Plausch schon oft zu viel. Kurz kommt in seinem Wortschatz gar nicht vor.

  4. Sehr schöne Aufnahmen, die Flattermänner sind im Moment sehr rar, Meisen kommen selten. Der Buntspecht holt sich seine Nüsse und der Eichelhäher pickt gerne an den Meisenringen. Die Vögel zwitschern es sich zu,wenn frisches Wasser und Futter aufgefüllt ist,da ist immer ein Lärm in den Büschen und paar Minuten später wird getafelt. Das Vögelchen tut gut daran, zu baden, es wird bald wieder kälter ….eine goldige Fotoreihe mit dem Meislein, freue mich auf die Fortsetzung 😉👍🖐

    1. Man könnte denken, du bist meine Nachbarin. Bei uns ist es auch so. Meist hält ein Spatz „Wache“ und fliegt dann los, um die anderen zu holen. Dann sitzen alle auf Nachbars Zaun oder in den Sträuchern, bevor sich alle gemeinsam auf das Buffet stürzen. Ich beobachte das gern, wenn ich zu Hause bin. Zur Zeit bekomme ich davon allerdings nichts mit. Früh, wenn ich füttere ist es noch dunkel und Abends, wenn ich heim komme, ist es wieder dunkel. ;-(

    2. @mini: Die Fortsetzungen werden folgen, genug Bildmaterial der Gefiederten habe ich schon. Nur mit Eichelhäher kann ich nicht dienen, die sind immer nur im Wald. Mit Tele aus der Hand wird es nichts werden.

      1. Naja,ich habe nur ein Handy, Fotoapparate habe ich noch nie besessen…ist für mich ein Buch mit mindestens 7 Siegeln 🤣😂,fein Bericht ist soo toll gestaltet…prima 👍🖐

        1. @mini: Ich freue mich immer über die Kommentare. Also denke ich immer, wenn ich an einem Beitrag sitze, ich bin euch dafür auch was schuldig und da werden die Posts halt manchmal etwas länger.

  5. Welch ein schöner Beitrag! Wie liebevoll das Meislein und seine Freunde bei euch umsorgt werden.
    Ich könnte stundenlang Vögel beobachten. Unsere sind auch extrem scheu.
    Auf dem Friedhof bei meiner Arbeitsstelle füttert ein alter Mann aus der Hand. Er setzt sich auf die Bank und die Meisen schnappen sich die Erdnüsse und Mehlwürmer.
    Wenn ich am Waldrand zu meinen Futterstellen laufe fliegen mir die Vögel hinterher. Eine Praktikantin hat das aus dem Fenster mal beobachtet, dass die Vögel plötzlich alle an eine Stelle fliegen.
    Daheim im Garten warten sie bis ich weg bin und Fotos machen finden sie blöd.

    1. Du fütterst wohl in der Nähe deiner Arbeitsstelle? Das wäre ja eine wunderschöne Pausengestaltung. Wie lange mag der alte Mann wohl gebraucht haben, bis die Kleinen ihm aus der Hand gefressen haben? Das wäre doch mal ein schönes Bild hier für uns.
      Bei uns waren die Amseln früher so zutraulich, das sie bei der Gartenarbeit hinderlich waren. Ich wollte doch auf keine drauf treten. In den letzten Jahren sind sie sehr scheu geworden, schade.
      Schön, das dir mein Beitrag gefallen hat, freut mich.

      1. Meine Futterstellen am Waldrand bzw. im Wald sind an meiner alten Arbeitsstelle.
        Seit 4 Jahren arbeite ich woanders. Aber natürlich halte ich meinen Hörnchen die Treue. Zumal sie eine schwere Zeit hatten, da ein Waldstück und ihre ganzen Haselnusssträucher einem Neubau weichen mussten.
        So fahre ich morgens 15 km in die „falsche“ Richtung, füttere, fahre 15 km zurück und dann 40 km zur Arbeit.
        Und an der neuen Arbeitsstelle habe ich für die Mittagspause gegenüber im Park auch schon Hörnchen gefunden.
        Eins hatte sich mal in die Klinik verirrt. Das war ne Aufregung. Es ist über ne Woche nicht in die Lebendfalle, bis raus kam, dass die Patienten es auch gefüttert haben.

  6. @Gerd: Eine Amsel kommt hier sogar direkt angehopst, wenn ich den Gartenhäcksler raus hole. Der Lärm ist ihr Essensgong.

    Oder sie weiss, dass ich in dem Zuge die Komposter durchsiebe und samt Würmern dann in die Beete verteile. Die steht dann fast unter der Schubkarre, in die ich das Zeug hinein siebe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.