Ich gebe es auf!

Ich gebe es auf!

Gärtnern macht bei manchen Pflanzen keinen Spaß. Letztes Jahr habe ich mal Kohlrabis ausgesät. Die Pflanzen wuchsen prächtig. Dann kam die weiße Fliege (keine Ahnung, ob die so heißt, aber es waren sehr viele von den kleinen Tierchen). Als sich die Pflanzen wieder erholt hatten, kamen die Raupen des Kohlweißlings.

…und das ist nur ein Kohlrabi-Pflanzen-Blatt…
Dieses Jahr sieht es nicht besser aus. Die Fotos sind erst ein paar Tage alt.

Letztes Jahr ging es aber noch weiter. Nach den Raupen kamen die Rüsselkäfer, natürlich wieder zu Hauf. Danach war auch die letzte Kohlrabipflanze dahin… Ach ja, ganz vergessen, die Nacktschnecken statten den Kohlrabis auch gern einen Besuch ab…

Das einzige Gemüse, was letztes Jahr ohne Probleme wuchs und viele Früchte bildete, war eine Zucchini.

Da ich die aber alleine essen konnte, haben wir dieses Jahr mal 2 Gurkenpflanzen zu den Kohlrabis gepflanzt.

Auch die Gurken wachsen prächtig und wir haben seit ein paar Wochen immer frische Bio-Gurken, denn bei uns kommt keine Chemie zum Einsatz (deshalb vielleicht auch die vielen tierischen Besucher bei den Kohlrabis).

Nächstes Jahr gibt es keine Kohlrabis mehr, aber Gurken auf jeden Fall.

Dieses Jahr konnten wir wenigstens ein paar kleinere Kohlrabis ernten und essen.

Wie sind Eure gärtnerischen Erfahrungen beim heimischen Gemüse-Anbau?

12 Kommentare on “Ich gebe es auf!

  1. In manchen Ländern gibt es die „Besucher“als Delikatessen. Ansonsten habe ich mehr Wald,kaum irgendwelche Gemüsepflanzen. Mein Schnittlauch wollte dieses Jahr kaum rauskommen, geschweige sich vermehren. Da gehe ich lieber zur Nachbarin 😅,die hat mehr den grünen Daumen und tausche mit ihr ein Getränk für gemütlichen Nachmittag 🤣😉,das wäre mein ,nicht sehr ergiebiger,Beitrag zum Gärtnern ☺😸🖐

    1. Ja, Schnittlauch schmeckt auch unseren Schnecken… Die junge Pflanze existiert nicht mehr, aber die große Pflanze war wohl nicht zart genug. 🙂
      Und gegen ein Getränk mit der Nachbarin ist nichts einzuwenden, aber da gibt es ja noch den dazugehörigen Nachbarn… Also trinke ich lieber mit mir. 🙂

  2. Na sieh mal an, woher kenne ich denn das?
    Das mit den Schnecken ist kein Problem. Warum? Da mein Mausbär und ich passionierte Kaffeetrinker sind und deshalb einen Kaffeevollautomanten haben, der daher auch Unmengen Kaffeesatz produziert, streuen wir diesen immer rund um unsere Gemüsepflanzen aus. Das scheint Schnecken etxrem abzutörnen 😝 😝

    Um die Kohlweißlinge fernzuhalten, kann man, wenn die Pflänzchen gesetzt sind, ein feinmaschiges Netz zum Schutz darüber breiten – mit genug Platz für die Kleinen zum Wachsen. Haben wir nie probiert – und wie das mit dem Bestäuben dann funktionieren soll, weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.
    Alternativ kann man die Pflanzen nach dem Gießen mit Steinmehl bestäuben. Muss man nach einem Regenguß leider immer wieder erneuern. das soll Kohlweißlinge davon abhalten, dort ihre Eier abzulegen. 🐛🐛🐛🐛🐛
    Da ja alle Kohlrabi gleichzeitig reif sind, hat man leider zuerst lange nix und dann alle auf einmal – und dann wieder nix.
    Deshalb haben auch wir auf Gurken umgestellt – die hat man den ganzen Sommer lang. Da hat sich auch der Schutzkreis aus Kaffeesud extrem bewährt – und ein guter Dünger ist er außerdem!
    Wir hatten dafür früher Besuch von Wühlmäusen – aber so ein Ultraschallgerät hat sich bei uns sehr bewährt. Leider ist das Geräusch durchaus hörbar – nur Opi hat dank seiner Schwerhörigkeit Ruhe davor.
    Bei uns gibts nur mehr Nachtschattengewächse: Tomaten in allen Farben und Formen, Salatgurken und…. Kartoffeln. Aber wenn man ganz genau schnüffelt, glaubt man, man sei auf einer Kaffeeplantage mit angeschlossener Rösterei ☕

    Dein Beitrag ist super – viel eindrucksvoller kann man die Alien-Invasionen in deinem Garten nicht rüberbringen! 😜

    Aber wir können für Michael gerne ein paar Schneckchen aufheben – sind sicher lecker 🐌🐌🐌

    1. Unseren Kaffeesatz streue ich auch zwischen die Kohlrabipflanzen, stört die Schnecken herzlich wenig. Sind wohl schon immun dagegen oder dröhnen sich damit zu. 🙂 Mit Wühlmäusen haben wir bisher keine Probleme gehabt, liegt wohl auch an unserem Lehm-Boden, und in die Hochbeete kommen sie nicht. 🙂

  3. Dieses Jahr ist für uns leider auch kein gutes Gartenjahr. Die stets sehr feinen Tomaten (Berner Rosen) sind allesamt vom Pilz befallen worden. Es war einfach zu lange nass… Mein Partner hat sie heute entsorgen müssen. 🙁 🙁 Bleiben uns noch Krautstiele, Buschbohnen und Stangenbohnen. Randen (weisse) gibts vielleicht auch ein paar. Aber das mit den Tomaten ist ein richtiger Frust. Wir hatten immer sooo viele… :-/

    1. Tomatenanbau haben wir schon vor Jahren aufgegeben, wurde auch nichts ohne Chemiekeule. Da kaufen wir uns lieber schöne Tomaten. Da hat man dann auch noch mehr als eine Sorte zur Auswahl.
      Habe erstmal gegooglt, was Randen sind. Ich glaube, wenn ich die anbauen wollte, würde ich des Grunstücks verwiesen… 😉 Wir bauen nur an, was wir auch beide essen. Die Zucchini letztes Jahr war eine Ausnahme, weil ich die Pflanze geschenkt bekommen habe und auf dem neuen Hochbeet noch nichts gepflanzt war.

  4. Wenn du aufgibst, wo sollen denn dann die Rüsselkäferkinder aufwachsen? Etwa am staubigen Straßenrand? Oder an einem Nettomarkt unter dem Dach, da wo die Einkaufswagen stehen? Gar an einer Zapfsäule von einer Tankstelle? Hast du denn gar kein Herz?
    Ich bremse auch für Rüsselkäfer. 😂😂😂

    1. Wenn du auch für Rüsselkäfer bremst mußt du verdammt gute Augen haben, um diese winzigen Tierchen zu sehen. 🙂
      Aufwachsen können sie gern in einem anderen Garten, aber nicht bei mir!

  5. Oh jetzt habe ich hier fast den Anschluss verpasst. Der (Freiland-) Gurkenertrag ist bei uns dieses Jahr überdurchschnittlich. Bekannte und Verwandte haben gerne beim Vertilgen geholfen. Bei den Tomaten haben wir auch Glück. Die stehen an der Süd-Hauswand und haben noch einen Balkon überm Kopf, da stehen sie ziemlich trocken, so dass wir bisher von der Braunfäule verschont geblieben sind. Und den Schnecken ist es da auch zu trocken. 😃 Und wir haben auch Beinwell eingegraben, dass soll auch gegen die Braunfäule helfen.

    1. Danke, Marika, für den guten Tipp mit dem Beinwell. Das werde ich meinem Ober-Gärtner nächstes Jahr vorschlagen und beliebt machen. Aber so wie ihr das habt, ist es natürlich ideal. Wir finden eben die gekauften Tomaten allesamt nicht halb so geschmacksvoll wie die alte und sehr zarte ‚Berner Rose‘. Die kann man in den Grossverteilern gar nicht kaufen. – Welches ist wohl eure Lieblingssorte?

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