Winter bei den Eichhörnchen im Augarten

Endlich mal Schnee in Wien! Die Bundesparks sind auch wieder geöffnet. Also habe ich mein Pipsiknipsi geschnappt und Männe und ich haben uns auf den Weg in den Augarten gemacht – Mit im Gepäck viele Wal-, Hasel- und Erdnüsse, um die Tierwelt ein bisschen zu erfreuen.

Huch, da ist ja schon ein Hörnchen – weit oben und noch ein wenig schüchtern…. Mal sehen, ab wir es mit ein bisschen Walnussgeklapper herunterlocken können!

Ok, das schwarze Hörnchen wollte nicht, aber dieses hier war entschieden neugieriger *freu*
Vielleicht ist es auch schon älter und kennt diesen Platz – hier ist immer was los und passieren kann den putzigen Fellnäschen durch einen – primitiven – Maschendrahtzaun auch nichts! (Manche führen ihre Hunde leider nicht an der Leine – und Eichhörnchen sind ja soooo toll zum spielen…)

„Hallo Mensch! Womit hast du denn gerade geklappert? Hast du was für mich? Vielleicht ein Nüsslein? Ich bau‘ dir dafür einen kleinen Schneemann!““

Schwierig, das Pipsiknipsi zu halten, nicht zu wackeln und das Hörnchen damit zu verschrecken! Wird es die Nuss nehmen?

Ich hatte die Wahl: Füttern oder fotofizieren….
Ich war überglücklich, dass das Hörnchen mir die Walnüsse beide (!) aus der Hand genommen hat – und habe es natürlich NICHT geschafft, diesen Moment zu knipsen *grml*
Leider ist mein Pipsiknipsi auch kein Schnellschussgerät – es wäre also vermutlich eh nix geworden. Als ich wieder „schussbereit“ war, hat Hörnchen sich schon wieder in die Äste geschwungen – kurz innegehalten, als ob es sich verabschieden wollte – und ist davongehoppelt.

Naja, mal sehen, was sich sonst noch so tut…

Mein Mann hat inzwischen die Meisen gefüttert – sie kamen bis auf die Hand, schnappten sich eine Nuss und flogen wieder ins Geäst – sicher ist sicher.

Vielleicht bietet sich vor dem Frühling noch eine Gelegenheit, „unsere“ Hörnchen zu besuchen – denn im Frühling sind sie anderweitig beschäftigt – und wenn das Laub zu sprießen beginnt, kann ich mir mein Pipsiknipsi sonstwohin stecken – zusammen mit allen Nüßlein der Welt – ich werde keine Hörnchen erblicken…

Eure etwas abgefrorene Selune

20 Kommentare on “Winter bei den Eichhörnchen im Augarten

  1. Eine herzige Fotoserie, man möchte das Tierchen am liebsten gleich knuddeln. So erwartungsvoll der Nüsse harrend,die Pfötchen scheinen zu sagen…gib mal gleich her,ehe noch mehr Hörnchen kommen. So herzig geschrieben ist die Geschichte dazu,da hat man viel Freude daran. Ganz lieben Dank dafür an Selune 👍👍😘😺

    1. Auch ich möchte mich ganz herzlich bedanken, so ein süßes Hörnchenerlebnis , kann mich nur anschließen!
      Nun haben wir Gott sei dank schon den Vorfrühlung und auch meine Miez ist ganz aus dem Häuschen. Wie sich Mensch und Tier freuen…
      Schöne Grüße aus dem heute mit Saharasand etwas verdunkelten Leipzig!

      1. War bei euch der Sonnenauf und untergang auch so grellgelb? Sah sehr seltsam aus, auch wenn die Sonne scheint, aber alles so milchig aussieht.

  2. Was mich immer am meisten beeindruckt, ist der Umstand, dass die Hörnchen angeblich überall Erdnüsse fressen, auch schon beim Uli, während meine Mutter Stein und Bein schwört, ihre Hörnchen würde diese nie anrühren.

    In Sachen richtige Kamera müssen Gerd, Michael und ich hier wohl noch mal ordentlich missionieren. 😉

    1. Vorsicht! Wenn an unseren Fotos rumkritisiert wird, macht doch keiner mehr von uns einen Beitrag. Ich habe auch nur ein kleines “ Pipsiknipsi“ mit, wenn ich unterwegs bin. Eine „richtige“ Kamera wäre mir zu schwer und kompliziert. Außerdem passt die nicht mit in meinen Rucksack.

      1. Es ist ein absoluter Irrtum dass …

        1. … richtige Kameras groß, schwer und teuer sein müssen.

        Beispiel: https://forum.steinfans.de/2020/11/26/schnappi/
        .. wurde mit einer Kamera gemacht, die es im Ausverkauf bei Amazon für 99 EUR hab. Ich habe gleich drei gekauft, je eine für mich, meine kleine und meine große Lieblingsmensch:in.

        2. … große professionelle Kameras kompliziert sind.

        Tatsächlich sind das ausgerechnet die Einsteigermodelle, die mit allerlei Feature beworben, den Eindruck erwecken sollen, damit alles ginge allein.

        Tatsache ist auch, dass gerade richtige fette Kameras eher nicht mit Featuritis überfrachtet sind. Ich bin sicher, man hätte einem Uli Stein, seiner wA, ähnlich wie auch mir einen Tag vorher eine neue Profikamera in die Hand drücken können, um am Folgetag damit im Studio zu schießen. Sogar der Hersteller wäre weitgehend egal.

        3. … gute Kameras nicht in einen Rucksack passen.

        Die Schnappi-Knips findet man in meinem Rucksack kaum schnell genug wieder. Die passt in eine Jackentasche.

        Meine Lieblingsmenschin hat für Events eine entsprechend noch feinere Kamera bekommen. Auch die passt z.B. in eine Jeanshemdtasche. 😉

    1. Kardinalfehler: Entdecken, stehen bleiben, Kamera nehmen, klick.

      Tipps:

      – Schau Dir mal das Video an, wie sich die wA für ihre Frösche in den Tümpel wirft. Runter in die richtige Perspektive, da liegt der Schlüssel.
      – Ran an den Zaun, nicht den Zaun, das Tier fotografieren.
      – Den passenden Moment erarbeiten, dann bereit sein, wenn das Tier nah vor schönem Hintergrund an der Nuss knabbert, dazu aus passender Perspektive.
      – Nicht erst den Kerl mit vollen Mülltüten aus dem Haus jagen, sondern eine saubere neue Mülltüte in die Jackentasche tun. Die als Unterlage ausbreiten, dann da unten die Hörnchen aus Augenhöhe aufnehmen. Bei mir liegt eine Yogamatte im Wagen, immer, zu eben diesem Zweck: Runter in die Botanik, aber wenigstens bequem und nicht uim Dreck liegen.
      – Dazu muss man nicht mehr mit einem Ohr im Schnee liegen, kann den automatisierten Mann zu Hilfe nehmen. Kamera mit dem Handy koppeln, Männe hockt sich hin, Du lockst die Hörchen mit Nüssen in die passende Position, dirigierst den ohnehin automatisierten Mann wie ein ferngesteuertes Stativ, weist ihn an und siehst das Livebild auf dem Handy, löst dann die Aufnahme aus, wenn es passt.

      Genau das ist es, was der Uli gemacht hat, immer. Runter zu den Viechern, so schwer ihm das mit 73 nachher schon fiel. In einem der Berichte sieht man auch, dass er sich schon eine kleine Fuji für ein Shoting geschnappt hatte, wenn ihm die große Spiegelreflex zu schwer war.

      1. P.S.: Keine gerollten Yogamatten kaufen, nur gefaltete!

        Warum: Rollt man sie danach auf, wickelt man die dreckige auf die saubere Seite. Nimmt man eine gefaltete Matte, liegt dreckig auf dreckig und sauber auf sauber.

        Die Fotos erklären übrigens auch den Modestil Uli Steins, allzeit bereit sich in den Dreck zu packen. Gerd turnt ja auch nicht im Sonntagsanzug durch seine Höhlen. 😉

      2. Also, wenn ich bisher noch nicht kapiert hätte, dass Fotografieren eines deiner Hobbys ist – spätestens JETZT wäre es mir klar! 😊
        Tja, und nun kommt eine Nachricht, die dich sicher den Kopf schütteln lässt: ich bin kein besonders engagierter Fotograf. Mit einer Isomatte rumrennen? Oh nein! und das im saukalten Winter im Schnee? NEIIIIIIN! Dass diese besser gefaltet als gerollt ist, ok – macht schon Sinn. Aber ich habe nicht mal einen Rucksack, am/in dem ich so ein Teil anbringe. 😛
        Es gibt viele engagierte Fotografen und solche, die sich hobbymäßig gerne damit auseinandersetzen. Ich sehe mir dann gerne die Ergebnisse an und staune! Aber für mich ist das nix, auch wenn du das vielleicht nicht verstehen wirst. Mein Männe hat nicht mal eine Kamera – ab und zu knipst er mit seinem (Firmen)Handy, um was schnell zu verewigen – und ich darfs dann auf den PC übertragen – damit will er sich auch nicht herumschlagen… 😝
        Ich finde es nicht schlimm, wenn der Zaun sichtbar ist – wenigstens zeigt es, unter welchen Bedingungen unsere Schätzchen leben und wie sie auf uns Besucher reagieren. Und – ich hole mir beim Warten auf den „goldenen Schuss“ keine Blasenentzündung und Frostbeulen. Wenn ich mich auf alle Viere begebe, komme ich dann wohl auch nicht mehr hoch – ich bin leider schon ein bissl ramponiert. Meine Bilder sollen euch lediglich einen Eindruck von dem vermitteln, was ich euch erzähle.

        Trotzdem vielen Dank für deine guten Ratschläge – ich werde versuchen, bei meinen „Ausflügen“…. ähm… meinem nächsten Rumgehumpel… daran zu denken 😉
        Tja, und wenn ich bei den göttlichen Gaben, die Uli hatte, eine aussuchen könnte, wäre es wohl nicht das Fotografieren geworden, sondern mit Sicherheit das Cartoonzeichnen – ich bin nur leider echt nicht talentiert. Das Einzige, womit ich dienen kann, sind Gedanken und Ideen – und ein bissl Geschreibsel… 🥴

  3. Die Fotos sind alle so natürlich👍❤, man steht in Gedanken daneben. 👍 Meine Hörnchen fressen Erdnüsse…jede Menge und Sonnenblumenkerne. Wäre toll,wenn du dich nicht verdriessen😉 lässt und wieder Auwaldbilder zeigst.😊 Bei mir spielen die Hörnchen „Einkriege“,Die Bäume rauf und runter, kann nur davon berichten,die Bilder denken wir uns😂🤣.

      1. Also „entsexsualisiert“ gibt es nicht, aber entsexualisiert. Das Wort „Einkriege“ kannte ich auch noch nicht, mußte ich ebenfalls googln…
        Man lernt eben nie aus. 😉

  4. So schöne Motive! Bin richtig neidisch! So nah dran an den Süßen. Und so schön geschrieben, gut dies überrascht mich nicht. Unbedingt mehr davon, müssen doch keine Profifotos sein. Dein Pipsiknipsi ist vielleicht nicht langsam, sondern deine SD Karte schreibt zu träge, da dauert es bis die Kamera wieder schußbereit ist. Meise auf der Hand hätte ich noch gerne gesehen. Freue mich schon auf die nächsten Beiträge von dir. Und jetzt mal ernsthaft, du gehst mir nicht mehr ohne Pipsiknipsi aus dem Haus junge Dame, haben wir uns verstanden? 😄

  5. Ohhhh – die Fotos sind soo herzig – ich schmelze grad dahin… Das Foto, wo das braune Hörnchen im Schnee sitzt, da sieht es aus, als würde es an die Hände frieren… So toll, dass es die Nüsse angenommen hat! Ich habe seit Jahren kein Eichhörnchen von so nahe gesehen. Ich liebe sie einfach. Danke dir, Selune! Ich werde mir die Fotos auch später gerne wieder ansehen. 💕
    … und an meiner Wand hängt der Hörnchenkalender von Uli. Ob es nächstes Jahr wohl überhaupt noch einen Fotokalender geben wird? *schnief*

  6. Mir hat der Winterspaziergang durch den Augarten mit den Hörnchen und Vögeln sehr gefallen. Gern mehr davon. Wenn es mich irgendwann mal nach Wien verschlagen sollte, gehört ein Besuch des Augartens auf alle Fälle dazu. Viele Grüße aus dem Frühlinghaften Thüringen.

    1. Der Augarten ist zwar an sich ein schöner Bundesgarten, hat aber leider auch eine dunkle Vergangenheit, die, wenn nichts Gravierendes passiert, noch einige hundert Jahre sichtbar sein wird. Ich werde, wenn sich die Wetterverhältnisse wieder einigermaßen angenhem sind, mal einen Rundgang – mit/für euch – machen. Ob sich dann allerdings auch Eichhörnchen zeigen, wage ich zu bezweifeln. Die sind dann sicher im dicht belaubten Unterholz unsichtbar…

      Aber eine heiße Empfehlung ist Schönbrunn – Sowohl die ganze Gartenanlage wie auch der Zoo, das Palmenhaus und das Sonnenuhrhaus – und auch da gibt es jede Menge Eichhörnchen – auch ziemlich zutraulich. Zudem dann auch noch dass Schloss und die Gloriette – das schafft man alles sicher nicht in einem Tag! Ein echtes Wiener Highlight! 🤩
      Wenn die blöden Einschränkungen wegen Corona endlich Geschichte sind – ich warte sehnsüchtig darauf, endlich geimpft zu werden…

      1. Wäre schön, wenn du uns beim nächsten Rundgang teilhaben lässt,es kann auch eine Vogelgeschichte sein….😉,freue mich sehr darauf 👍😺🖐

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.