Sonntag an Mudderns Imbißbude

Foto leider unter aller Kanone, weil ich bei völliger Dunkelheit durch Mehrfachverlasung blitzen musste. Öffne ich die Tür, halten hinter mir dort alle nicht den Sabbel und die Igelmama mit den 3 Jungen flüchtet.

Etwas weiter rechts steht noch ein zweiter Teller mit erst einem weiteren Igelkind, später kam Nummer 3 dazu. Die flitzen im Moment jeden Abend zur Terasse, tanken für den Winter weitere Gramm dazu.

Update: Der Hunger treibt die Lütten inzwischen schon Tagsüber zur Futterstelle, wo sie erwartet und versorgt werden. So viel zum Thema Mährobotter nachts abstellen, Igel sind tagsüber nicht aktiv. Gerade die Kleinen sind vor Wintereinbruch regelmäßig tagsüber auf Futtersuche, wie wir seit vielen Jahren durch die eigenen Beobachtungen wissen:

Schon 13:53 an der Imbissbude, einer der drei hungrigen kleinen Igel

15 Kommentare on “Sonntag an Mudderns Imbißbude

  1. Tja, perfektes Bild von einem leeren Platz an der vollen Futterschüssel oder technisch unvollkommenes Bild von süßen Igeln mit Leucht-Knopfaugen und großem Hunger…. 🦔 🦔 🦔 🦔
    Mir persönlich ist das Zweite um Ecken lieber!
    (Und, wie man sieht, dir wohl auch, lieber Naturfreund!) 😉

  2. Die stacheligen Kostgänger sind doch zu erkennen und wir sehen, wie sie ausgiebig tafeln. 😉👍🦔🦔 Also ist alles in bester Ordnung 😀

  3. Ach wie herzig. Toll dass deine Mutter den Igeln eine Imbissbude eingerichtet hat. ♡
    Und betreffend ‚perfektes Bild’… Meine Fotos dienen mir zur Erinnerung an einen bestimmten Moment. Bilder für an die Wand kaufe ich dann vom Profi (zB von Uli 😊). Selber eine Profi-Fotoausrüstung anschaffen und mir die nötigen Kenntnisse dazu aneignen… dazu reicht meine Lebenszeit nicht. Oder ich gewichte anders. 😉 Es braucht ja auch jene, die vom Profi kaufen. 🙂

  4. So liebe Steinfans, was lernen wir heute hier? Wenn du durch eine Scheibe fotografieren willst, Gummipümpel nicht vergessen! Schon Nina Hagen sang: „Du hast den Gummipümpel vergessen…“ Auch in der Literatur, das Buch: „Nicht ohne meinen Gummipümpel“. Märchen: „Schneewittchen und die 7 Gummipümpel“
    Ich stelle mir das so vor: Jürgen sitzt auf einem Turm am Fenster und kämmt sein langes blondes Haar. Na gut, vielleicht die letzten paar Worte anpassen, egal. Unten am Turm trifft eine Prinzessin ein. Sie ruft nach oben: „Naturfreund, Naturfreund! Wirf deinen Gummipümpel herunter!“ Jürgen kann nicht widerstehen und erfüllt ihr den Wunsch und deshalb hatte er bei Muttern keinen dabei. Glaube, dies war genug Blödsinn von mir. Einen noch! Gummipümpel sind versichert. Udo Lindenberg: „Den Gummipümpel, den ich eingetreten hab, den hat die Versicherung voll bezahlt.“
    OK, ein externer Blitz wäre in der Situation sicher auch von Vorteil gewesen, allerdings ist doch Gummipümpel ein viel schöneres Wort, findet ihr nicht auch?

    1. Externer Blitz hilft durch die Scheibe nicht, nur ein funkferngesteuerter Blitz im Garten, wie auch Uli es mal im Haus gegenüber gemacht hatte. Mit extermen Plitz am laaaaangen TTL Kabel hatte ich mal in Disneyland versucht, während der Fahrt mit der Disyneybahn in den Tunneln in die Plexiglasausstellungen (Saurier, Wildtiere) zu blitzen, meine damalige Reisegefährtin mit dem Blitz zwei Reihen vor mir in den Zug geschubst. Dann war der Blitz ganz am Bildrand, d.h. nicht im Zentrum und man konnte einen Teil des Bildes gebrauchen, immerhin. Das waren aber auch Plastikviecher der transatlantischen Hollywoodgesellschaft. Wildtiere bei Dunkelheit zu blitzen, wird diese immer massiv stören und die kleinen sollen ja Fett auf die Rippen kriegen und sich nicht erschreckt unterernährt vom Hof schleichen. ALso nur mal als Beweisfoto durch die Scheibe, ohne störende Geräusche.

      Und den Tipp mit dem Pömpel, den hat der Märchengerd kürzlich im Telegramchat vom Naturfreund bekommen. 😉

      So …

      null

      … sieht der Zauber dann in der Praxis aus, nennt sich ultimate Lens Hood und kann zur Auslöschung von Lichtreflexen an die Scheibe gedockt werden. Im Zug, Flugzeug, Museum, am Schaufenster, … . Beim 2020 gezeigten Schnappi hatte ich, wohlwissend, dass dort Tiere hinter Glas sein werden, einen kleinen Plastiktubus mit, über das Objektiv gesetzt und an die Scheibe des Terrariums:

      Schnappi

      Der war aber auch nah dran und taghelll beleuchtet. Da reichten dann eine 99 € Canon Pocketdigi, ein Stück Plastikrohr und für 3€ KnoffHoff. Das mal als Tipp für die Knipserfreaktion, d.h. auch ein schwarzes Tuch und der Kern einer Klopapierrolle, mit der Schere passend präpasiert, kann da schon reichen.

      Bei Muddern waren wir aber zum Essen eingeladen und ich hatte vorher Frühdienst. Nach einer Woche Wecker 3:45 und Heizungshochwasser auf dem Parkett im Wohnzimmer, ist mein Engagement, vorausschauend noch igelgerecht um 3 Uhr Equipment zu satteln, um durch Fenster zu flashen, dann doch recht limitiert, zumal wir erst beim Schnabulieren der Forelle erfahren haben, dass Igelmutti mit zwei Kindern erwartet wurde; und dann drei am Start hatte. 😉

      Wären die Tiere nicht so lichtscheu hätte ich Blitze gehabt, mit denen ich die Racker aus einer Entfernung beleuchten kann, die sich einfacher mit Google Earth messen läßt, als mit dem Zollstock. 😉

        1. Onkel Naturfreund geht nicht zum Lachen in den Keller, aber beim Thema Naturfotografie sollen dann auch diejenigen was lernen, die denken solche Dinge sind nur mit Profi-Equipment möglich.

          Knackpunkt hier war die Igel nicht zu stören. Einige Naturfotografen nehmen leider viel zu wenig Rücksicht auf die Tiere, pfeifen einem besseren Foto zuliebe darauf gewisse Regeln einzuhalten.

          Wenn Igelmuttis samt Kindern zu Menschen ans Haus kommen, sind die in Not.

          Daher mein Ernst bei diesem Thema: Immer alles so verzapfen, gerade bei feigen Viechern, die vorm Winter Energie tanken müssen, dass diese bloß nicht gestresst werden.

          Zum Beispiel Dani Connor verhält sich da meinem Eindruck nach sehr gut, plant ihre Aufnahmen so, dass sie die Tiere an sich gewöhnt und arbeitet auch mit Fernsteuerungen.

          An einem gewohnten Futterplatz, den die Igel schon seit den 90ern regelrecht mit einplanen, ist daher besonder Vorsicht geboten, die ich auch hier entsprechend vor lebe. Kommen die Kleinen, ist das sehr selten und immer als Notfall zu sehen.

          Drei kleine Igelchen hat meine Mutter schon überwintern lassen, weil die zum Wintereinbruch keine 200 g wogen, schon Mitte November aber 500 g haben sollten. Meine zwei Findlelkinder 2020 wogen die auch zusammen nicht, sind dann zur Wildtierhilfe verbracht worden.

          Die Kleinen haben es durch uns Menschen echt schwer, vor allem durch Autos und Mährobotter, aber auch unsere Haustiere.

  5. Das sind dieses Jahr die ersten Igelchen die ich sehe – keine vorher, immerhin auch keine Überfahrenen… Befürchtete schon, sie seien nach dem vorherigen Trocken-Sommer fast ausgestorben. Daher: Bildqualität nebensächlich, Freude groß !!!

  6. Bei uns kam doch heute Abend tatsächlich noch ein Igel an den Katzennapf. Der Napf war schon leer, aber der Igel ist daneben sitzen geblieben und hat gewartet, bis ich ihn wieder gefüllt habe. Dann hat er es sich sofort schmecken lassen. Ich stelle jeden Abend einen Napf voll Futter raus, aber meistens gewinnt irgend eine Katze… 😉

  7. Die Kleinen müssen sich jetzt aber wirklich dranhalten um ihr Überwinterungsgewicht zu erreichen.

    Bei uns läßt sich keiner mehr blicken, sind also groß genug.

  8. Heute kam mindestens einer der Kleinen zwei Mal, schon vor 12 und am frühen Nachmittag noch mal. Die fressen nacheinander an zwei dieser Doppelschalen, am Tag ca. 1 1/2 Dosen Katzenfutter.

    Da sie am Tag fressend gut zu sehen sind, fressen sich auch keine Katzen mit durch.

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